Allgemeine Informationen über den Siamesischen Kampffisch Betta splendens
Der Siamesische Kampffisch ist in Thailand, Kambodscha und möglicherweise auch Laos beheimatet.
Das erste Auftauchen dieser Fischart wird auf 1892 in Frankreich datiert.
Der siamesische Kampffisch (Betta splendens) gehört zu den Labyrinthfischen, die nicht ausschließlich auf Kiemenatmung angewiesen sind, sondern über das Labyrinthorgan atmosphärischen Sauerstoff atmen können. Das ermöglicht diesen Fischen, auch in relativ warmem und dadurch sauerstoffarmem Wasser zu überleben. Wegen ihrer leuchtenden Farben werden Kampffische häufig als Zierfische in Aquarien gehalten. Sie stellen an die Wasserqualität wenig Ansprüche und kommen auch mit recht beengten Platzverhältnissen zurecht. Die Männchen bauen an der Wasseroberfläche ein Schaumnest, in das die Eier abgelegt werden.
Die Männchen sind außerordentlich aggressiv gegen Männchen der eigenen Art. Sie gehen augenblicklich auf einander los und bekämpfen sich im Aquarium bis zum Tod eines Tieres, da hier ja keine ausreichenden Fluchtmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Männchen bedrohen sogar ihr eigenes Spiegelbild und greifen es an. In Südostasien werden Kampffische auch für Wettkämpfe eingesetzt, die das unterlegene Tier häufig nicht überlebt.
Gegenüber ihren Weibchen und anderen Aquariumfischen sind sie nicht immer friedlich.
Die vielfach propagierte Harems- oder Paarhaltung ist auf Dauer nicht zu empfehlen, da die Tiere dadurch unnötigem Stress ausgesetzt werden. Die Lebenserwartung sinkt in Folge dessen beträchtlich.
Auch Weibchen können untereinander ein ausgeprägtes rivalisierendes Verhalten an den Tag legen und sich mitunter ebenso bekämpfen wie die Männchen.
Vorsicht ist geboten bei Kampffischen aus Zoogeschäften: Zum einen wird dem Kunden dort die Haremshaltung uneingeschränkt empfohlen, zum anderen tummeln sich recht häufig kurzflossige Männchen im Sammelbecken der Weibchen. Es besteht die Gefahr, sich dadurch unbeabsichtigt ein 2. Männchen in das Aquarium zu holen.
In diesem Fall hilft nur die Trennung der Kontrahenten und eine strikte Einzelhaltung.
Aufopfernder Kampffisch-Mann bei der Brutpflege

